Gerandete Jagdspinne

Dolomedes fimbriatus

 

Die Gerandete Jagdspinne zählt zu den größten heimischen Spinnen. Namensgebend ist ein gelblich weißes Längsband an der Seite des Vorder- und Hinterkörpers. Die Art kommt überwiegend am Ufer von stehenden und fließenden Gewässern, aber auch auf Feuchtwiesen und in Mooren vor. 

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Jungspinnen
Vorkommen im Seewinkel
Die Art kommt überwiegend am Ufer von Gewässern, aber auch auf Feuchtwiesen und in Mooren vor. Im Seewinkel stellt der Neusiedler See samt Schilfgürtel einen passenden Lebensraum dar.
 
Besonderes
Die Gerandete Jagdspinne zählt zu den größten heimischen Spinnen. Die Weibchen erreichen eine Körperlänge von bis zu 22 mm. Die Männchen sind mit maximal 13 mm Körperlänge deutlich kleiner. Namensgebend ist ein gelblich weißes Längsband an der Seite des Vorder- und Hinterkörpers. Da die Gerandete Jagdspinne zu schwer ist, um auf der Wasseroberfläche zu laufen, bewegt sie sich am Wasser schwimmend fort. Die Beine werden dabei als Ruder benutzt. Beim Untertauchen ist die Spinne stets von einer hauchdünnen Luftschicht umgeben, wodurch sie nach dem Auftauchen sofort trocken ist.
Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über ganz Europa.
 
Schutzmaßnahmen
Da sie an Gewässer gebunden ist, ist der Schutz dieser eine wichtige Maßnahme, um diese Art zu erhalten.
 
Jahreszeitliches Auftreten & Lebensweise
Die Spinne jagt im unmittelbaren Uferbereich und ist dort häufig auf Pflanzen sitzend zu beobachten. Gejagt werden Fliegen und andere Insekten. Es sind aber auch größere Beutetiere wie Frösche dokumentiert. Als Raubspinne ist sie ein Lauerjäger und ergreift die Beute blitzschnell. Auch das Tauchen nach Kaulquappen oder kleinen Fischen zählt zur Jagdtechnik der Gerandeten Jagdspinne. Die Beute wird durch einen Giftbiss getötet und an Land verspeist.
Die Paarung erfolgt in der Regel im Mai oder Juni. Dabei kann es zu „Missverständnissen“ zwischen den Geschlechtern kommen, was für das Männchen tödlich enden kann. Es wird, anders als bei einigen Verwandten Arten, kein Brautgeschenk überreicht. Die Männchen müssen warten, bis das Weibchen eigenständig etwas erbeutet hat. Erst dann kann es sich vorsichtig nähern. Die Eiablage erfolgt ab Ende Juni in einem weißlichen bis hellbraunen Kokon mit etwa 1 cm Durchmesser, der vom Weibchen getragen wird. Der Kokon wird kurz vor dem Schlüpfen der Jungen in einem Gespinst am Gewässerufer in niedriger Vegetation befestigt und bewacht. Die Jungspinnen unterlaufen eine zweijährigen Entwicklung, dabei müssen sich die Tiere mehrmals häuten.
 
Beste Beobachtungsgebiete
Warmblutpferdekoppel
 
Literatur
Bellmann, H: „Der Kosmos Spinnenführer“, Franckh Kosmos Verlag, 2010
http://wiki.spinnen-forum.de/index.php?title=Dolomedes_fimbriatus (20.11.2014)

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