Hauhechelbläuling

Polyommatus icarus 

Der Hauhechelbläuling ist im Seewinkel ein häufig anzutreffender Tagfalter. Auf den ausgedehnten Weideflächen des Nationalparks kann man besonders leicht die auffallend leuchtend blau gefärbten Männchen auf den rosa Blüten der Dornigen-Hauhechel entdecken.

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Hauhechelbläulinge auf Dunghaufen
In der Familie der Bläulinge (Lycaenidae) ist der Hauhechelbläuling der Häufigste und Verbreitetste, deshalb wird er auch als Gemeiner Bläuling bezeichnet.
 
Merkmale: Männchen und Weibchen sind oberseits deutlich verschieden gefärbt. Er ist leicht mit anderen Bläulingsarten zu verwechseln. Die Männchen besitzen eine leuchtend blaue Flügelfärbung, mit feiner schwarzer Randlinie und einheitlich weißem Flügelsaum. Die Weibchen sind braun mit orangefarbenen Randflecken, die Flügelbasis ist unterschiedlich stark blau bestäubt. Die graubraune Unterseite hat orangefarbige Randmonde und schwarz-weiß umrandete Punkte. Circa in der Mitte des Hinterflügels befindet sich ein schwarzer Querstrich mit herz- oder spießförmiger, weißer Umrandung. Die Vorderbeine sind bei den Männchen zu Klauen reduziert und ihre einzelnen Fußglieder miteinander verwachsen.
Spannweite: 25-32mm
 
Besonderes: Die Raupe des Hauhechelbläulings ist Assel-förmig mit einem aufgewölbten Rücken und hell grün gefärbt. Am hinteren Ende befindet sich eine Drüse, die einen süßlichen Saft ausscheidet, der bei Ameisen sehr beliebt ist. Verschiedene Ameisenarten suchen die Raupen auf, um den Saft zu trinken. Im Gegenzug verteidigen die Ameisen die Raupen vor Fressfeinden.
 
Flugzeit:
Der Hauhechelbläuling produziert drei bis vier Generationen von Ende April bis Anfang November.
 
Futterpflanzen:
Die Raupen sind ausschließlich an Schmetterlingsblütlern, wie z.B.: Gemeiner Hornklee, Dornige Hauhechel, Luzerne und Weißklee zu finden.
Auch die Falter saugen bevorzugt an Schmetterlingsblütlern, aber auch an anderen Blütenpflanzen, sowie an feuchten Bodenstellen, Kot und zur Freude mancher, auch an menschlichem Schweiß.
 
Vorkommen:
Als eine der anspruchsloseren Bläulingsarten ist der Hauhechelbläuling recht häufig anzutreffen. Er bevorzugt trockenes und nicht zu feuchtes, offenes bis halbschattiges Gelände, sodass er an Wegrändern, auf blütenreichen Wiesen und am Rand von Mooren zu finden ist. Tatsächlich ist eine Besiedelung offener Flächen auch im dicht besiedelten Gebiet möglich. Im Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel ist diese Art häufig auf den Weideflächen zu finden. Die Dornige Hauhechel ist auf diesen Flächen vermehrt anzutreffen, da sie aufgrund ihrer Stacheln bei Beweidung einen Konkurrenzvorteil gegenüber anderen Pflanzen hat.
 
Gefährdung:
Der Hauhechelbläuling gilt als nicht gefährdet.
 

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