Rückstaumaßnahmen

Über Jahrhunderte hinweg war der Seewinkel von Wasserstandsschwankungen geprägt. Überschwemmungs- und Trockenperioden wechselten einander ab. Während der letzten 100 bis 150 Jahre wurden weite Teile des Gebiets trockengelegt um eine gesicherte landwirtschaftliche Bearbeitung zu ermöglichen. Heute werden im Einvernehmen mit der Landwirtschaft in vielen Bereichen Rückstaumaßnahmen getätigt.

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Schleuse

Durch Trockenlegung von Teilen des Seewinkels wurde eine landwirtschaftliche Nutzung vielerorts erst ermöglicht. Wo bis dahin Hutweiden und Feuchtwiesen das Bild prägten, konnte fortan Acker- und Weinbau betrieben werden. Dass sich diese Maßnahmen negativ auf den Naturraum auswirkten liegt auf der Hand. In der Zwischenzeit änderten sich auch die Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft. Durch zahlreiche Flächenstilllegungen haben in der gesamten Nationalparkregion viele Entwässerungsgräben heute ihre landwirtschaftliche Funktion verloren. In Abstimmung mit den jeweiligen Wasserrechtsbesitzern werden und wurden in solchen Bereichen Rückstaumaßnahmen gesetzt.

Schleuse Unterstinker

Ein positives Beispiel für solche Wiedervernässungsprojekte ist hier die Bewahrungszone Zitzmannsdorfer Wiesen, wo große Wiesenflächen über lange Zeiträume und einige Flächen sogar ganzjährig überflutet sind. Weiters wurden in der Bewahrungszone Illmitz-Hölle an verschiedenen Entwässerungsgräben im zeitigen Frühjahr 2008 Schleusen errichtet. Alle derartigen Projekte finden in Zusammenarbeit mit dem Landeswasserbauamt und den betroffenen Grundbesitzern statt. Die Ziele dabei sind eine Annäherung an die natürlichen Zustände sowie ein möglichts langer Rückhalt des Wassers im  niederschlagsarmen Seewinkel.