Wiesenmahd

Heumahd

Neben der Beweidung und eng mit dieser verbunden, stellt die Heumahd die zweite landschaftsprägende Nutzungsform im Nationalpark dar. Seit Jahrhunderten werden im Seewinkel Wiesenflächen gemäht um Winterfutter für die Vieherden zu erhalten. In dieser Tradition ist auch die auf Naturschutzaspekte abzielende Grünlandwirtschaft im Rahmen des Nationalpark-Flächenmanagements zu sehen.

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Zitzmannsdorfer Wiesen

Der landschaftspflegerische Aspekt der Wiesenmahd liegt in der Erhaltung der für den Seewinkel typischen steppenartigen Offenlandschaft. Außerdem bringt die Mahd wertvolles Winterfutter für die im Flächenmanagement eingesetzten Herden. Die Wiesenflächen im Nationalpark werden aber nur zum Teil von der Nationalparkverwaltung gemäht. Auch Private können gegen ein festgelegtes Entgelt Heu einbringen. Vergabe, Terminfestlegung und Beaufsichtigung der Mahd erfolgen durch die Nationalparkverwaltung.

Der Zeitpunkt der Mahd ist von entscheidender Bedeutung für Wiesenbrüter und andere Tier- sowie Pflanzenarten. Wird zu früh gemäht kann es zu ungewollten Schäden kommen. Daher greift man bei der Festlegung der Mähtermine auf Daten aus den verschiedenen wissenschaftlichen Projekten zurück. Die Hauptmahdzeit liegt - je nach Wasserstand und Wetterverlauf - meist im Juni. Flächen in denen Arten vorkommen, die länger Zeit brauchen, etwa die Großtrappe, werden erst im Juli oder August gemäht.

Zitzmannsdorfer Wiesen

Neben der Wiesenmahd obliegt dem landwirtschaftlichen Betrieb des Nationalparks auch die Bewirtschaftung von Äckern in biologischem Landbau. Auf knapp hundert Hektar zwischen Wörthenlacken, Lange Lacke und dem Güterweg Apetlon - Frauenkirchen werden Gerste, Roggen, Hafer, Weizen und Triticale angebaut. Diese von Apetloner Bauern in Lohnarbeit durchgeführten Arbeiten schaffen einerseits Äsungsflächen für Graugänse, andererseits wird so zusätzliches Winterfutter für die Nationalparkherden gewonnen.