Wolfsmilchschwärmer

Hyles euphorbiae, Syn.: Celerio euphorbiae

Die Raupe des Wolfsmilchschwärmers ernährt sich fast ausschließlich von der Zypressen-Wolfsmilch, eine für viele Tiere giftige Pflanze. Dadurch wird der Wolfsmilchschwärmer selbst für andere ungenießbar - sowohl als Raupe als auch als Falter! 

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Raupe des Wolfsmilchschwärmers
Die Falter aus der Familie der Schwärmer (Sphingidae) zählen unter den Schmetterlingen zu den besten Fliegern. Während sie an Blütenpflanzen mit ihrem Saugrüssel Nektar saugen, befinden sie sich ausschließlich im Schwirrflug, ohne sich niederzulassen.
 
Merkmale:
Die Raupen des Wolfmilchschwärmers, die bis zu 80 mm lang werden können, sind sehr farbenprächtig gefärbt. Die jüngeren Raupen weisen eine gelbgrüne Grundfärbung mit gelben Rückenstreifen und weißen, schwarz eingefassten Flecken auf. Die älteren Raupen sind schwarz, mit vielen weißen Punkten und besitzen auf jedem Segment beidseits zwei gelbe oder weiße Flecken. Außerdem haben sie eine rote Rückenlinie, gelb-rote bis rote Seitenlinien und rote Beine. Auffallend ist ihr rot gekrümmtes „Horn“ mit schwarzer Spitze am elften Körpersegment.
Der Wolfsmilchschwärmer ist ein Nachtfalter mit hell gelbbrauner Färbung. Die Vorderflügel besitzen am Hinterrand eine keilförmige dunkelbraune Längsbinde. Am Vorderrand befindet sich ein großer dunkler Basalfeck. Die Hinterflügel sind rot gefärbt und haben einen schwarzen Rand.
Spannweite: 55-75mm
 
Futterpflanzen:
Die Raupen ernähren sich fast ausschließlich von der auch für den Menschen giftigen Zypressenwolfsmilch (Euphorbia cyparissias), vereinzelt von anderen Wolfsmilch-Arten.
 
Wissenswertes:
Mit der Nahrungsaufnahme der Zypressen-Wolfsmilch haben die Raupen der Wolfsmilchschwärmer ein hohes Maß an giftigen Stoffen in sich aufgenommen. Durch ihre auffällige Färbung und die Drohhaltung, bei der die Raupen ihre Vorderbeine in die Luft strecken und ihren Kopf einziehen, warnen sie vor ihrer Giftigkeit.
Auch die fertig ausgebildeten Wolfsmilchschwärmer nehmen bei Gefahr eine auffällige Schreckstellung ein, die vor ihrer Ungenießbarkeit warnt. Dabei wird der Hinterleib nach unten gebogen und ihre roten Hinterflügel zum Vorschein gebracht.
 
Vorkommen:
Der Wolfsmilchschwärmer kommt an trockenen, warmen Standorten, wie sonnigen Böschungen und lückigen Trockenrasen, vor. Im Seewinkel dienen die ausgedehnten Weideflächen und extensiv genutzten Wiesen als idealer Lebensraum.
 
Beobachten:
Wenn man Glück hat, kann man den dämmerungs- und nachtaktiven Falter schon am frühen Abend beim Besuch von Blütenpflanzen beobachten. Die Flugzeit des Wolfsmilchschwärmers liegt im Wesentlichen zwischen Mai und September. Von Juni bis Ende September sind die Raupen auf der Zypressenwolfsmilch zu finden. Sie können auf der Futterpflanze durch ihre auffällige Färbung leicht entdeckt werden!
 
Gefährdung: Nach der Roten Liste des Burgenlandes gilt der Wolfsmilchwärmer als gefährdet (Kat. 3). Ein Grund dafür liegt in der Intensivierung der Landwirtschaft, wodurch für die Zypressenwolfsmilch geeignete Flächen und die Pflanze selbst verloren gehen.
 
 

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