Im Zuge des Projekts Vogelwarte 2 INTERREG V-A Österreich – Ungarn: Angewandte ornithologische Forschung/Graugans-Untersuchungen wird der Brutbestand der Graugans (Anser anser) im Neusiedler See Gebiet genauer erforscht. 

Das Neusiedler See Gebiet beherbergt das größte Brutvorkommen der Graugans in Österreich. Und zählt auch in der kalten Jahreshälfte zu den wichtigsten Rast- und Überwinterungsgebieten in Mitteleuropa.

Während die überwinternden Gänse seit Jahrzehnten kontinuierlich durch das Nationalpark-Monitoring erfasst werden, gibt es bei den Brutbeständen noch Wissenslücken zu füllen.

Neben der Zählung der Brutbestände sollen künftig auch aktuelle Informationen über die Gebietsnutzung im Jahresverlauf und Erkenntnisse zum Zugverhalten der Population gewonnen werden. 

Dazu werden im Zeitraum 2017-2019 300 Graugänse – vorzugsweise ganze Familien mit Alt- und Jungvögeln – mit aus Plastik gefertigten Halsmanschetten markiert.

Die ersten 43 Gänse wurden am 21. und 23. Juni 2017 gefangen und beringt. Es handelt sich dabei um sieben Altvögel und 36 Jungvögel. Diese Tiere tragen fortan am rechten Fuß einen Metallring der Vogelwarte Österreich (Nummern DA0001-DA0043) und (mit Ausnahme zweier Jungvögel, die noch zu klein waren) gelbe Halsmanschetten mit schwarzer, vierstelliger Zeichenkombination mit den Nummern H457 bis H497.

Die Fänge und Beringungen in Apetlon und Illmitz wurden von Mitarbeitern und freiwilligen HelferInnen des Nationalpark Neusieder See – Seewinkel, des Fertö-Hanság Nationalparks, des Naturschutzbunds Burgenland, BirdLife Österreich und der St. Martins Therme & Lodge durchgeführt.

Sollten Sie in Zukunft Gänse mit Halsmanschetten sehen, können Sie gerne versuchen die Zeichenkombination abzulesen – wir freuen uns über Rückmeldungen zu solchen Beobachtungen!